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Unterabschnitte

4.3 Die Kriterien im Einzelnen

Da mit der meßbaren Winkelbreite bereits ein verläßliches Kriterium für die Musterqualität zur Hand ist, fällt die Entscheidung über die Relevanz vorgeschlagener Kriterien recht leicht. Es ist die Beurteilung eines Musters auf der Basis eines vorgeschlagenen Kriteriums mit der Beurteilung desselben Muster auf der Basis der meßbaren Winkelbreite zu vergleichen.

4.3.1 Halbwertsbreite des Maximums

Um den Zusammenhang zwischen der Halbwertsbreite des Maximums der Autokorrelationsfunktion eines Musters (HWBM) und seiner meßbaren Winkelbreite (MWB) zu ermitteln, wurden beide Größen für sehr viele Muster berechnet und miteinander in Beziehung gesetzt.

Auf zwei Segmenten der Iris, dem einen von -22,5 bis 22,5, dem anderen von 157,5 bis 202,5, wurden in Radius-Schritten von 0.25 Pixeln über die gesamte radiale Breite der Iris Muster ausgelesen, für jedes MWB und HWBM berechnet und beiden Werte gegeneinander in ein Diagramm eingetragen. Das Ergebnis in Abbildung 4.1 zeigt, daß der Zusammenhang zwischen HWBM und MWB nur schwach ausgeprägt ist. Zwar ist die Tendenz erkennbar, daß Muster mit großer HWBM sich schlechter für Messungen eignen, aber bei kleinere HWBM ist lediglich eine Verschiebung der Verteilung hin zu größeren meßbaren Winkelbreiten zu beobachten. Ein eindeutiger Zusammenhang, der kleine HWBM mit guter Verwendbarkeit (sprich großer meßbarer Winkelbreite) verknüpft, ließ sich nicht nachweisen. Wie an den Abbildungen 4.1 und 4.2 jedoch erkennbar, läßt sich ein abgeschwächter Zusammenhang vermuten. Es ist zumindest hochwahrscheinlich, daß unter den 10 oder 20 Mustern mit geringster Halbwertsbreite mehrere Muster zu finden sind, die eine akzeptabel große meßbare Winkelbreite haben. Genaueres hierzu folgt in Abschnitt 5.5.1.


  
Abbildung: Die Halbwertsbreite der Autokorrelationsfunktion der Irismuster mit variablem Radius auf dem Segment von -22,5 bis 22,5 über ihrer meßbaren Winkelbreite. Die Einheiten ist bei beiden Größen Grad. Die meßbare Winkelbreite wurde aus der Gütekurve mit einer Fehlerschranke von 0.5 Pixeln berechnet.
\includegraphics[width=12cm]{Bilder/kritter_l.eps}


  
Abbildung: Dasselbe wie in Abbildung 4.1, mit Mustern des Irissegmentes von 167,5 bis 202,5.
\includegraphics[width=12cm]{Bilder/kritter_r.eps}

4.3.2 Frequenzverteilung

Noch weniger erfolgreich waren die Versuche, über die Frequenzverteilung geeigneter Muster zu Aussagen zu gelangen. Die Anwendung digitaler Butterworth-Filter4.2 auf ein ausgewähltes Muster und die anschließende Bestimmung der meßbaren Winkelbreite des gefilterten Musters ergab keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen den Filtergrenzen und der resultierenden meßbaren Winkelbreite. Weitere Untersuchungen in dieser Richtung wurden wegen der wenig erfolgversprechenden Ergebnisse nicht durchgeführt.

4.3.3 Qualitative Analyse

Auch der Versuch, die Muster nach ihrer meßbaren Winkelbreite zu ordnen, um auf diesem Wege einen visuellen Eindruck davon zu bekommen, welche Kriterien eine gute Verwendbarkeit des Musters in der Messung garantieren, führte zu keinem weiteren Ergebnis.


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1999-04-24