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Unterabschnitte

5.5 Musterfindung

Die Auffindung von für die Messung der Torsion besonders geeigneten Mustern stellte sich als schwieriger heraus, als von uns gehofft. Weder ließen sich Angaben über die Frequenzverteilung geeigneter Muster machen, noch stellt eine geringe Halbwertsbreite des Maximums der Autokorrelation (HWBM) eine gute Verwendbarkeit eines Musters sicher. Das zuverlässige Kriterium der meßbaren Winkelbreite schließlich ist für die Mustersuche im Bild zu aufwendig zu berechnen.

Um dennoch eine Verbesserung der bislang intuitiv vorgenommenen (und, wie sich bei der Untersuchung der HWBM gezeigt hat, wenig verläßlichen) Auswahl zu ermöglichen, könnte allerdings eine Mischung aus HWBM und meßbarer Winkelbreite zum Einsatz kommen.

Zwar ist eine geringe HWBM kein Garant für eine große meßbare Winkelbreite, aber die Wahrscheinlichkeit, mit geringer Halbwertsbreite auch ein gutes Muster vorliegen zu haben, scheint ausreichend hoch, um folgendes Verfahren anwenden zu können.

   
5.5.1 Verfahren zur Musterfindung

Die Muster eines in Frage kommenden Irisbereiches werden mittels Autokorrelationsberechnung und anschließender Bestimmung der HWBM kartiert. Für die n Muster mit der geringsten HWBM wird anschließend die meßbare Winkelbreite berechnet und das nach diesem Kriterium beste ausgewählt. Die Zahl n ist dabei so zu wählen, daß mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr gute Muster in der Auswahl enthalten sind, andererseits jedoch der Aufwand für die Berechnung der n Gütekurven relativ gering bleibt. Eine Zahl von 10 bis 20 Mustern scheint aufgrund der gesammelten Daten vernünftig.

Dieses Verfahren bietet zwar keine Garantie, daß das beste Muster im untersuchten Bereich tatsächlich gefunden wird, aber eine ausreichend hohe Wahrscheinlichkeit, daß das ermittelte Muster sich gut oder sehr gut zur Messung eignet.

Gibt man dem Anwender zusätzlich die Möglichkeit, das automatisch gefundene Muster abzulehnen oder neu suchen zu lassen, so sollte dieses Verfahren einen großen Fortschritt gegenüber einer rein manuellen Auswahl darstellen.

Aber auch bei einer Beschränkung auf manuelle Auswahl ist die Berechnung und Anzeige der meßbaren Winkelbreite deutlich besserer Anhaltspunkt und Entscheidunshilfe für die Richtigkeit der Wahl des Musters als es die Autokorrelationsfunktion wäre.


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1999-04-24