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8.2 Funktionsweise des visuellen Systems

Die Aufgabe des visuellen Systemes ist die Aufnahme optischer Bilder der Umgebung und ihre Zuleitung in den visuellen Kortex, wo sie weiterverarbeitet werden.

Dazu wird das einfallende Licht über einen mehrteiligen optischen Apparat auf die Netzhaut projiziert, wo es lichtempfindliche Rezeptorzellen anregt. Es gibt von diesen Zellen im Ganzen vier verschiedene typen. Die sogenannten ''Stäbchenzellen'' können allein Helligkeitswerte unterscheiden, während drei Arten von sogenannten ''Zäpfchenzellen'' für die Wahrnehmung dreier Farben zuständig sind.

Während die Zäpfchen sich im gelben Fleck, der Fovea, konzentrieren, finden sich die meisten Stäbchenzellen etwa 20 entfernt.

Die Signale aus den Rezeptoren werden dann über mehrere Lagen neuronaler Verschaltung über den Sehnerv in die höheren kortikalen Strukturen geleitet.

Dabei werden unterschiedliche Orte auf der Netzhaut in unterschiedlich starkem Maße zusammengefaßt. Das beste Verhältnis von beteiligten Rezeptorzellen zur Repräsentation im Kortex haben dabei die Zellen der Fovea centralis. Da hier außerdem die Rezeptorendichte am größten ist, ergibt sich für die auf die Fovea fallenden Bilder die höchste Auflösung.

Der visuelle Apparat steuert daher das Auge so, daß fixierte Punkte auf die Fovea projiziert werden.


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1999-04-24