begin "Vermieterin";

Das Rasseln des Weckers beendete eine angenehm verlaufene Nachtruheperiode und schenkte der Vermieterin auf einen Schlag die gesamte Wachheit und Gegenwart, die sie zu ihrem schwierigen Geschäft brauchte.
Sie erhob sich und kleidete sich an.
Sie hatte noch etwas zu erledigen, denn dieser Tag war der Mülltag. An diesem Tag entledigte man sich, war man klug, der Dinge, die ausgedient hatten; besser noch: der Dinge, die nie anfangen sollten, ihrem merkwürdigen Zweck zu dienen. Solche Dinge hatte die Vermieterin am Vortag, vor der Rückkehr des Spielers seinem Zimmer entnommen (sie war seinen Blicken nur knapp entkommen, als er fast lautlos die Wohnung betreten hatte) und das Erste, was sie an diesem Morgen zu tun gedachte, war, diese Dinge in den Mülleimer zu werfen. Dann würde sie warten, bis der Spieler erwachte, würde hoffen, daß er das Haus verließ und vollenden, was sie sich vorgenommen hatte: die Vernichtung der Grundlage seiner Existenz.

Sie griff um sich, und nahm das Bündel von Gegenständen an sich. Dann durchquerte sie die Wohnung, verließ sie durch die Haustür und öffnete die Mülltonne. Am Rand ihrer Wahrnehmung bemerkte sie etwas Ungewöhnliches, nicht Ordnungsgemäßes, und machte sich eine kleine Notiz im Geiste, während sie das Bündel in die Tonne gleiten ließ, lautlos. Sie war die Vermieterin. Sie war sehr alt.

Sie wandte sich um, schon auf dem Weg nach drinnen, als ihr wieder einfiel, daß es etwas zu untersuchen galt. Sie fokussierte den Blick auf die fragliche Stelle und es konnte kein Zweifel bestehen: Dort stand ein Paket in ihrem Hauseingang. Es war ein ziemlich großes Paket und sie trug es hinein.

Drinnen stellte sie es im Hausflur ab und verschnaufte, als sie plötzlich ein Geräusch aus dem Zimmer des Spielers hörte. Sie stand ganz still, da öffnete sich die Tür zum Zimmer des Spielers.